Tulpen und andere Blüten – anfangs Februar 2019

Kürzlich in Bern an der Ferienmesse, die jeweils im Januar stattfindet. Wir fragen uns, ob es sich lohnen würde, das Angebot von chtour.ch beim nächsten Mal an einem Stand vorzustellen.
Den Besuchern werden Flugreisen und Carreisen angeboten, auch Wanderreisen, wenige Kulturreisen.
Das unsichtbare Prinzip der Anbieter: Das Reiseziel muss weit weg sein. Gut sind Südafrika, Kanada und Australien.
Denn die Veranstalter müssen Geld verdienen. Sie verdienen mit ihren Prozenten auf den Kosten für Transport und Unterkunft. Je weiter die Reise geht, desto eher können sie ihre Fixkosten decken, überleben, einen Profit erwirtschaften. Reiseziele in der Nähe anzubieten lohnt sich kaum.
Und doch gibt es Reiseziele in Europa. Man kann mit dem Car nach Holland fahren, um die Tulpenblüte zu sehen.
Die Cars stehen in einer Halle, sie sind sauber und komfortabel, sehen besser aus als die osteuropäischen Cars, die für ein paar Stunden beim Bärengraben halten, um den fernöstlichen Touristen einen Spaziergang in der Berner Altstadt zu erlauben, bevor sie abends in ein Hotel jenseits der Landesgrenze gefahren werden.
Dass die Tulpen auch hierzulande blühen, erfährt man an der Ferienmesse nicht. Im April blühen sie beispielsweise am Tulpenfestival auf der Promenade am Genfersee, in Morges.
Die SBB hat an der Ferienmesse keinen Stand, um die Besucher an das Tulpenfestival nach Morges zu locken. Verständlich. Der Umsatz der Fahrkarten nach Morges rechtfertigt die Ausgaben für einen Stand nicht. Vielleicht wird der Besuch der Tulpen am Genfersee dafür an einer Ferienmesse in Holland angeboten, wer weiss?
Dafür zeigt die BLS Präsenz.
Beworben werden nicht Reisen in die Region, die die BLS auf den Reklametafeln in ihren Vorortszügen “Bijouland” getauft hat.
Angeboten werden von der BLS Gruppenreisen nach Spitzbergen oder nach Mahé, Seychellen. Bahnreisen gibt es auch. Anreise jeweils per Flugzeug.
Wenn wir uns nicht wehren, bestimmt die ökonomische Logik den Ort unseres Fernwehs.